Trinkwasser
Wasserversorgung - grösster Stromverbraucher in Gemeinde
Wasserversorgungen liefern die wichtigste Grundlage für unser Leben, nämlich sauberes Trinkwasser. Für diese Aufgabe brauchen die Wasserversorgungen sehr viel Strom, mehr als 20% vom Stromverbrauch für öffentliche Aufgaben der Gemeinden. Die Energiekosten nehmen bei einer Wasserversorgung auf den ersten Blick nur einen kleineren Anteil an den Gesamtkosten ein, gemessen an den beeinflussbaren Betriebskosten sind es allerdings beachtliche 20%. Durch eine systematische Optimierung des Betriebs und den Einsatz von effizienten Pumpen kann der Energieverbrauch in der Wasserversorgung vielerorts noch deutlich gesenkt werden. In manchen Gemeinden besteht zudem die Möglichkeit, das Trinkwasser im Leitungsnetz zur Strom- oder Wärmeerzeugung zu nutzen – dies ohne dass die Qualität des Trinkwassers beeinträchtigt wird.
Feinanalyse - bewährtes Instrument
Angesichts des grossen Stromverbrauches haben mehr als zwei Dutzend Wasserversorgungen in der Schweiz standardisierte Feinanalysen durchführen lassen. Die Analysen an den unterschiedlichsten Wasserversorgungen haben gezeigt, dass bei allen Anlagen beträchtliche Energiesparmöglichkeiten gefunden werden konnten und dass sich die Investitionen für die Realisierung mit den Einsparungen wieder zurückzahlen. Es lohnt sich also bei allen Wasserversorgungen die Energiepotenziale systematisch mit einer Energieanalyse unter die Lupe zu nehmen.
Pumpencheck
Der Stromverbrauch verschlingt mehr als 90% der gesamten Kosten einer Pumpe über die Lebensdauer betrachtet, die Investitionen sind hingegen beinahe vernachlässigbar. Deshalb muss bei einer Planung der Pumpe das Schwergewicht auf die Energieeffizienz gelegt werden. Die Erfahrungen zeigen, dass sich durch eine fachgerechte Planung 10 - 30% bei den Stromkosten einsparen lassen. Deshalb wurde im Auftrage des BFE ein Pumpencheck entwickelt. In einem ersten Schritte kann mit einem Grobcheck an den verschiedenen Pumpen einer Wasserversorgung geklärt werden, welche Pumpen über relevante Energiepotenziale verfügen und ob sich ein Ersatz oder eine detailliertere Analyse lohnt.
Stromproduktion aus Trinkwasser
Trinkwasserkraftwerke (TWKW) wurden von Engadiner Hoteliers bereits vor mehr als 100 Jahren gebaut. Inzwischen wurden in der Schweiz über 100 Trinkwasserkraftwerke realisiert. Dank der Förderung von Grobanalysen und der KEV haben Trinkwasserkraftwerke in den letzten Jahren einen wahren Boom erlebt. Mit der KEV werden insbesondere auch kleinere Anlagen wirtschaftlich interessant. Will eine Wasserversorgung ein vorhandenes Potenzial trotzdem nicht selber nutzen, kann sie die Finanzierung, den Bau und den Betrieb der Trinkwasserturbine einem spezialisierten Contractor überlassen. InfraWatt berät Wasserversorgungen bei Fragen rund um die Einspeisevergütung KEV, zum Vorgehen und zur Finanzierung von Trinkwasserkraftwerken.



