Abfall

Erneuerbarer Strom und Wärme aus Abfall
Abfall ist ein Rohstoff (Recycling) und ein wertvoller Energieträger. Da Abfall zu einem grossen Teil aus organischem Material besteht, wird er zu 50% als erneuerbarer Energieträger anerkannt.

Kehrichtverbrennungsanlagen produzieren mehr als 80% der erneuerbaren Stromproduktion in der Schweiz (ohne Wasserkraft). Ausserdem versorgen sie Städte, Quartiere, Industrie und Gewerbe zuverlässig und umweltschonend mit Fernwärme. Der Absatz von Wärme liegt bei rund 3 Milliarden kWh pro Jahr, was dem Heizenergiebedarf von rund 700'000 Bewohnern entspricht. Der Energie-Output aus KVA kann gesamtschweizerisch noch deutlich gesteigert werden.

Effizienzmassnahmen: Feinanalyse lohnt sich
Ein grosser Teil der produzierten Strommenge kann nicht verkauft werden, weil er für den eigenen Bedarf benötigt wird. Untersuchungen u.a. von Fachleuten von InfraWatt an mehreren KVA haben gezeigt, dass in allen Fällen durch vielfältige Massnahmen der Stromverbrauch um 15 und 30% gesenkt werden kann und dass sich die Investitionen in weniger als 3 - 5 Jahren zurückzahlen. Dadurch können die KVA rund 10% mehr Strom verkaufen. Kein Wunder haben die Verantwortlichen der KVA die Massnahmen auch sofort realisiert.

Verkauf von Strom und Wärme
Die elektrischen Wirkungsgrade der KVA schwanken in der Schweiz je nach Ausgangslage sehr stark. Da die Einnahmen aus dem Stromverkauf beträchtlich sind, lohnt sich eine genauere Analyse, ob der Eigenbedarf gesenkt und die Stromproduktion durch Verbesserung der Wirkungsgrade oder höhere Auslastung etc. gesteigert werden kann. Besonders interessant ist dies, wenn im Zusammenhang mit einer Erneuerung der Anlage eine grössere Steigerung der Stromeinspeisung machbar ist, weil dann auch eine entsprechende Vergütung durch die KEV möglich ist.