Trinkwasser

Förderpgrogramm "Wärmeverbünde"                                                              Die Stiftung KliK fördert schon seit Jahren Wärmeverbünde, die mit erneuerbaren Energien oder Abwärme gespeist werden. Beim neuen Programm Wärmeverbünde liegen die Förderbeiträge bei 100 Fr. pro Tonne CO2; der Bewilligungsprozess wird aber bei diesem Programm wesentlich vereinfacht und beschleunigt, die finanziellen Beiträge werden für ein Projekt planbarer.

Ab Frühling 2016 können auch Projekte mit Abwärme aus Grund,- See,- Fluss,- und Trinkwasser gefördert werden. Der Verein InfraWatt bietet dazu kostenlose Vorabklärungen an.

Wasserversorgung - grösster Stromverbraucher in Gemeinde                   Wasserversorgungen liefern die wichtigste Grundlage für unser Leben, nämlich sauberes Trinkwasser. Für diese Aufgabe brauchen die Wasserversorgungen sehr viel Strom, mehr als 20% vom Stromverbrauch für öffentliche Aufgaben der Gemeinden. Die Energiekosten nehmen bei einer Wasserversorgung auf den ersten Blick nur einen kleineren Anteil an den Gesamtkosten ein, gemessen an den beeinflussbaren Betriebskosten sind es allerdings beachtliche 20%. Durch eine systematische Optimierung des Betriebs und den Einsatz von effizienten Pumpen können der Energieverbrauch und somit die Energiekosten in der Wasserversorgung vielerorts noch deutlich gesenkt werden. In manchen Gemeinden besteht zudem die Möglichkeit, das Trinkwasser im Leitungsnetz zur Strom- oder Wärmeerzeugung (siehe auch Abwärme) zu nutzen – dies ohne dass die Qualität des Trinkwassers beeinträchtigt wird.

Neutrale Beratung zur Erfüllung Grossverbrauchermodell                                In verschiedenen Kantonen werden Grossverbraucher (> 500 MWh/a Stromverbrauch) aufgefordert, gesetzliche Vorgaben zu erfüllen. Dabei haben betroffene WV in einem ersten Schritt festzulegen, welchen der drei möglichen Wege sie beschreiten wollen.

- Universal-Zielvereinbarung (UZV)
- kantonale Zielvereinbarung (KZV)
- Energieverbrauchsanalyse (EVA)

Sofern die WV den Weg mit dem Kanton, also KZV oder EVA wählen und keine professionelle Betreuung haben, können die Betreiber bei Bedarf InfraWatt um Unterstützung insbesondere bezüglich der Erfüllung der Anforderungen des Grossverbraucherartikels anfragen. InfraWatt hat zum Grossverbraucherartikel (GVA) eine Empfehlung für ARA und WV abgegeben.

Pumpencheck
Der Stromverbrauch verschlingt mehr als 90% der gesamten Kosten einer Pumpe über die Lebensdauer betrachtet, die Investitionen sind hingegen beinahe vernachlässigbar. Deshalb muss bei einer Planung der Pumpe das Schwergewicht auf die Energieeffizienz gelegt werden. Die Erfahrungen zeigen, dass sich durch eine fachgerechte Planung 10 - 30% bei den Stromkosten einsparen lassen. Deshalb wurde im Auftrage des BFE ein Pumpencheck entwickelt. In einem ersten Schritte kann mit einem Grobcheck an den verschiedenen Pumpen einer Wasserversorgung geklärt werden, welche Pumpen über relevante Energiepotenziale verfügen und ob sich ein Ersatz oder eine detailliertere Analyse lohnt.

Feinanalyse - bewährtes Instrument
Angesichts des grossen Stromverbrauches haben eine ganze Reihe von Wasserversorgungen in der Schweiz energetische Feinanalysen durchführen lassen. Eine Auswertung an zwei Dutzend Analysen hat gezeigt, dass bei allen Anlagen beträchtliche Energiesparmöglichkeiten vorhanden sind. Zudem können die Investitionen mit den Einsparungen wieder zurückbezahlt werden. Es lohnt sich also bei allen Wasserversorgungen die Energiepotenziale systematisch mit einer Energieanalyse unter die Lupe zu nehmen. Zumal Feinanalysen als auch die Stromsparmassnahmen bei grösseren Projekten über Ausschreibungen von ProKilowatt gefördert werden können: info@infrawatt.ch

Stromproduktion aus Trinkwasser
Trinkwasserkraftwerke (TWKW) wurden von Engadiner Hoteliers bereits vor mehr als 100 Jahren gebaut. Inzwischen wurden in der Schweiz über 100 Trinkwasserkraftwerke realisiert. Dank der Förderung von Grobanalysen und der KEV haben Trinkwasserkraftwerke in den letzten Jahren einen wahren Boom erlebt. Mit der KEV werden insbesondere auch kleinere Anlagen wirtschaftlich interessant. Will eine Wasserversorgung ein vorhandenes Potenzial trotzdem nicht selber nutzen, kann sie die Finanzierung, den Bau und den Betrieb der Trinkwasserturbine einem spezialisierten Contractor überlassen. InfraWatt berät Wasserversorgungen bei Fragen rund um die Einspeisevergütung KEV, zum Vorgehen und zur Finanzierung von Trinkwasserkraftwerken.

AKTUELL 2016: Für Anlagen auf der KEV-Warteliste ist mit vielen Jahren Wartezeit zu rechnen. Die Warteliste wird weiterhin nach Anmeldedatum abgebaut, wobei baureife oder bereits realisierte Anlagen zuerst berücksichtigt werden. Selbst mit der Erhöhung des Kostendeckels mit der Energiestrategie 2050 kann heute nicht sichergestellt werden, dass alle Anlagen auf der Warteliste in die Förderung aufgenommen werden können. Siehe dazu auch das Factsheet vom BFE.

Grobanalyse Trinkwasserkraftwerk
InfraWatt kann dank Unterstützung des BFE Finanzbeiträge an Grobanalysen für Trinkwasserkraftwerke anbieten. Eine Grobanalyse ist dann sinnvoll, wenn minimale Voraussetzungen für einen wirtschaftlichen Betrieb erfüllt sind. Als unterste Grenze gilt mit der KEV eine Stromproduktion von ca. 10'000 kWh/a. Zurzeit ist noch offen, wie es mit der KEV weitergeht und ob zukünftige Anlagen davon profitieren können.

Um die mögliche Stromproduktion abzuschätzen, kann folgende vereinfachte Formel verwendet werden:

Nutzbare Fallhöhe (in m) x mittlere Wassermente (in l/min) = Stromproduktion pro Jahr (in kWh)

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2016.01.22_Factsheet_KEV_Biomasse_Wind_Kleinwasserkraft_Geothermie_def_DE.pdf267.16 Ko
Liste Fachleute Energiechecks.pdf30.72 Ko
Grossverbraucher_2015_de.pdf251.33 Ko
Merkblätter_1-3_Beiträge_TWKW.pdf183.11 Ko
TWKW_Gesuchsformular Grobanalyse.doc299 Ko