Trinkwasser

Förderprogramm "Wärmeverbünde"                                                              Die Stiftung KliK fördert schon seit Jahren Wärmeverbünde, die mit erneuerbaren Energien oder Abwärme gespeist werden. Beim neuen Programm Wärmeverbünde liegen die Förderbeiträge bei 100 Fr. pro Tonne CO2; der Bewilligungsprozess wird aber bei diesem Programm wesentlich vereinfacht und beschleunigt, die finanziellen Beiträge werden für ein Projekt planbarer.

Wasserversorgung - grösster Stromverbraucher in Gemeinde                   Wasserversorgungen liefern die wichtigste Grundlage für unser Leben, nämlich sauberes Trinkwasser. Für diese Aufgabe brauchen die Wasserversorgungen sehr viel Strom, mehr als 20% vom Stromverbrauch für öffentliche Aufgaben der Gemeinden. Die Energiekosten nehmen bei einer Wasserversorgung auf den ersten Blick nur einen kleineren Anteil an den Gesamtkosten ein, gemessen an den beeinflussbaren Betriebskosten sind es allerdings beachtliche 20%. Durch eine systematische Optimierung des Betriebs und den Einsatz von effizienten Pumpen können der Energieverbrauch und somit die Energiekosten in der Wasserversorgung vielerorts noch deutlich gesenkt werden. In manchen Gemeinden besteht zudem die Möglichkeit, das Trinkwasser im Leitungsnetz zur Strom- oder Wärmeerzeugung (siehe auch Abwärme) zu nutzen – dies ohne dass die Qualität des Trinkwassers beeinträchtigt wird.

Mit einem Grobcheck über den ganzen Betrieb lässt sich eruieren, wo es sich lohnt, genauer hinzuschauen um Stromkosten zu sparen.

Neutrale Beratung zur Erfüllung Grossverbrauchermodell                                In verschiedenen Kantonen werden Grossverbraucher (> 500 MWh/a Stromverbrauch) aufgefordert, gesetzliche Vorgaben zu erfüllen. Dabei haben betroffene WV in einem ersten Schritt festzulegen, welchen der drei möglichen Wege sie beschreiten wollen.

- Universal-Zielvereinbarung (UZV)
- kantonale Zielvereinbarung (KZV)
- Energieverbrauchsanalyse (EVA)

Sofern die WV den Weg mit dem Kanton, also KZV oder EVA wählen und keine professionelle Betreuung haben, können die Betreiber bei Bedarf InfraWatt um Unterstützung insbesondere bezüglich der Erfüllung der Anforderungen des Grossverbraucherartikels anfragen. InfraWatt hat zum Grossverbraucherartikel (GVA) eine Empfehlung für ARA und WV abgegeben.

Förderprogramm "Energieeffiziente Wasserversorgungen"
Der Stromverbrauch verschlingt mehr als 90% der gesamten Kosten einer Pumpe über die Lebensdauer betrachtet, die Investitionen sind hingegen beinahe vernachlässigbar. Deshalb muss bei einer Planung der Pumpe das Schwergewicht auf die Energieeffizienz gelegt werden. Die Erfahrungen zeigen, dass sich durch eine fachgerechte Planung 10 - 30% bei den Stromkosten einsparen lassen. Deshalb wurde im Auftrage des BFE ein Pumpencheck entwickelt. In einem ersten Schritte kann mit einem Grobcheck an den verschiedenen Pumpen einer Wasserversorgung geklärt werden, welche Pumpen über relevante Energiepotenziale verfügen und ob sich ein Ersatz oder eine detailliertere Analyse lohnt.

Feinanalyse - bewährtes Instrument
Angesichts des grossen Stromverbrauches haben eine ganze Reihe von Wasserversorgungen in der Schweiz energetische Feinanalysen durchführen lassen. Eine Auswertung an zwei Dutzend Analysen hat gezeigt, dass bei allen Anlagen beträchtliche Energiesparmöglichkeiten vorhanden sind. Zudem können die Investitionen mit den Einsparungen wieder zurückbezahlt werden. Es lohnt sich also bei allen Wasserversorgungen die Energiepotenziale systematisch mit einer Energieanalyse unter die Lupe zu nehmen. Zumal Feinanalysen als auch die Stromsparmassnahmen bei grösseren Projekten über Ausschreibungen von ProKilowatt gefördert werden können: info@infrawatt.ch

Stromproduktion aus Trinkwasser
Trinkwasserkraftwerke (TWKW) wurden von Engadiner Hoteliers bereits vor mehr als 100 Jahren gebaut. Inzwischen wurden in der Schweiz über 100 Trinkwasserkraftwerke realisiert. Dank der Förderung von Grobanalysen und der KEV haben Trinkwasserkraftwerke in den letzten Jahren einen wahren Boom erlebt. Mit der KEV werden insbesondere auch kleinere Anlagen wirtschaftlich interessant. Will eine Wasserversorgung ein vorhandenes Potenzial trotzdem nicht selber nutzen, kann sie die Finanzierung, den Bau und den Betrieb der Trinkwasserturbine einem spezialisierten Contractor überlassen. InfraWatt berät Wasserversorgungen bei Fragen rund um die Einspeisevergütung KEV, zum Vorgehen und zur Finanzierung von Trinkwasserkraftwerken.

KEV AKTUELL 2017: In der Volksabstimmung vom 21. Mai 2017 wurde das erste Massnahmenpaket der Energiestrategie 2050 angenommen. Das neue Energiegesetz (EnG) tritt am 1. Januar 2018 in Kraft. Damit stehen wieder mehr Fördermittel zur Verfügung: Bis Ende 2022 können wieder Anlagen ins Fördersystem aufgenommen werden. Die Warteliste wird weiterhin nach Anmeldedatum abgebaut, wobei baureife oder bereits realisierte Anlagen zuerst berücksichtigt werden. Die Mittel reichen aber nicht aus, um die Warteliste vollständig abzubauen und alle Anlagen in das Einspeisevergütungssystem aufzunehmen, zumal die KEV Ende 2022 ausläuft. Siehe dazu auch das Factsheet vom BFE.

Grobanalyse Trinkwasserkraftwerk
InfraWatt kann dank Unterstützung des BFE Finanzbeiträge an Grobanalysen für Trinkwasserkraftwerke anbieten.

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Liste Fachleute Energiechecks.pdf30.72 Ko
170522_Factsheet KEV_Biomasse_Wind_Kleinwasserkraft_Geothermie_....pdf290.88 Ko
Grossverbraucher_2015_de.pdf251.33 Ko
Merkblätter_1-3_Beiträge_TWKW.pdf183.11 Ko
TWKW_Gesuchsformular Grobanalyse.doc299 Ko